Weierbühlweg
4 in Köniz. Eine gewöhnliche Adresse. Ein unscheinbares
Haus. Ein Zuhause für ein paar Wochen oder Monate. Zwölf
Zimmer für Frauen und Männer. Eine Wohngemeinschaft soll
ihnen den Boden geben, ihre Suchtprobleme anzupacken. Die von der
Stiftung für soziale Innovation getragene Wege Weierbühl
besteht seit 1989. Unter diesem Dach hat sich schon manche Krise
in eine Chance verwandelt.
Das ganze Haus, ursprünglich ein Dreifamilienhaus, ist bis
unters Dach eine einzige grosse Wohnung, die Räume meist
klein und eng beieinander – doch jede und jeder hat ein Einzelzimmer,
nach Bedarf gibt’s auch ein Paarzimmer. Dazu kommen grosse
und helle Gemeinschafträume.
Die BewohnerInnen sind verpflichtet, einer externen Tätigkeit
von mindestens 40 Prozent nachzugehen. Sie kann zum Beispiel in
den Recycling-Werkstätten des Schwesterprojekts Gump- & Drahtesel
oder in einem Taglöhner-Programm geleistet werden.
Trotzdem: Arbeit ist im Wohnprojekt eigentlich zweitrangig. Das
Zauberwort der Wohngemeinschaft heisst Reintegration – Menschen
sollen trotz Abhängigkeit und Suchtproblemen wieder einen
Platz in der Gesellschaft finden.
Mit der neuen Angebotspalette «Wege zum selbständigen
Wohnen» schliesst Wege Weierbühl eine Lücke im sozialen Netz. Sie ermöglicht ihren KlientInnen,
sich das selbst verantwortete und damit mündige Mieten einer
eigenen Wohnung schrittweise zu erarbeiten.
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